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Die Diskussion geht weiter…

Über den Blog #wessenfreiheit geht die Diskussion auch nach den Aktionstagen vom 5.-6.6.2018 weiter. Wir möchten uns vernetzen, sowie das Thema noch mehr in Fachkreise und die Öffentlichkeit bringen. Dafür bieten wir Gleichstellungsakteur*innen deutschsprachiger Kunsthochschulen die Möglichkeit, ihre gender- und diversity-bezogenen Aktivitäten und Aktionen auf diesem Blog zu dokumentieren. Die Anleitung für den Gebrauch des Blogs findet sich unter www.mitmachen.wessenfreiheit.de.

Internationaler Aufruf für die Aktionstage 5.-6.6.2018

Seit Oktober 2017 haben über 5000 Frauen (und auch Männer) aus dem Kunstbereich, auf eine Arbeit von Jenny Holzer anspielend, einen offenen Brief „#notsurprised“ unterschrieben; mehr als 350 Frauen haben sich zur am 11. März in Bonn stattfindenden Konferenz „Burning Issues“ angemeldet, die unter dem Motto „Freiheit der Kunst bedeutet nicht Knechtschaft der KünstlerInnen“ steht und jeder von euch fällt gewiss noch eine Menge vergleichbarer Aktivitäten ein. Das heißt, dass die #Metoo –Bewegung weiter an Fahrt gewinnt – und das ist gut so. Ungut ist, dass ein Teil der Museen, Galerien und Medien beginnt, das Thema zu verwischen: Statt über die Facetten institutioneller und gesellschaftlicher Macht im System Kunst zu reden, geht es unversehens um ‚Die Freiheit der Kunst‘.

Die in dieser Verschiebung geborgene Mechanik ist ebenso bekannt wie perfide: Wie oft und auf welche Weisen ist denn die sogenannte Freiheit der Kunst zum Freibrief für eine Einschränkung der Freiheit von Frauen in der Kunst geworden?

Das betrifft den Kern unserer Arbeit. Deshalb möchten wir euch, Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen an Kunsthochschulen, bitten, sich zu positionieren und am 5. oder 6. Juni 2018 an jeder Kunsthochschule eine öffentliche Aktion zum Thema zu veranstalten (Diskussion ,Intervention, Performance oder was auch immer), diese aufzuzeichnen und unter dem Hashtag #wessenfreiheit? online zu stellen. Darüber hinaus sollten wir, dem Beispiel amerikanischer Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen folgend, die Definitionsmacht von sexual harassment wieder erlangen und schließlich, den darstellenden Künstlerinnen und vielen anderen mehr folgend, die Einrichtung externer Beratungsstellen fordern.

Akteur*innen

Weißensee Kunsthochschule Berlin
Prof. Dr. Gabriele Werner

Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
Prof. Dr. phil. Victoria von Flemming

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Prof. Bettina Göttke-Krogmann
Annika Sominka

Hochschule für Grafik- und Buchkunst Leipzig
Tina Bara
Julia Blume
Megan Dieudonné
Katrin Erthel
Britt Helbig
Luisa Hohlfeld
Kati Liebert
Tabea Nixdorff
Yvonne Schürer
Heidi Specker
Alba d’Urbano
Anna Voswinckel
Angelika Waniek

Kunsthochschule Mainz
Friederike Nastold

Muthesius Kunsthochschule Kiel
Katharina Jesdinsky

Hochschule für Musik Hans Eisler Berlin

Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch
Jemima Milano

Akademie der bildenden Künste Wien

Universität der Künste Berlin
Prof. Dr. Sabrina Dittus
Inga Kleinecke 
Katrin Köppert
Dr. Henrike Lehnguth
Stella Meris
Prof. Dr. Kathrin Peters

Hochschule für Künste Bremen
Prof. Katrin von Maltzahn

Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main
Anne Gräfe
Christa Scheld

In Kooperation mit Technischer Universität Berlin
Aenne Chalhoub

 

 

Mehr Infos für Akteur*innen unter www.mitmachen.wessenfreiheit.de!

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